Kirchenmusik mit Vuvuzela
Dass den Vuvuzela-Tröten durchaus auch wohlklingende Töne zu entlocken sind, hat Jürgen Wisgalla, Kirchenmusikdirektor in der evangelischen Gemeinde in Bad Füssing, bewiesen: Gemeinsam mit seiner Frau Karin spielte er in der Christuskirche Musik für Vuvuzela und Orgel.
Für fünf Euro besorgte sich der 48-Jährige das Plastik-Blasinstrument im Baumarkt. Dann musste nur noch ein Musikstück gefunden werden, das zu den Tönen der Vuvuzela passt: Sogenannte Naturtöne lassen sich der konischen Röhre entlocken, zwei Mal der Ton A. Fündig wurde der Kantor schließlich im Werk von Leopold Mozart: Der hatte für Sohn Wolfgang Amadeus 1762 ganz einfache Klavierstücke komponiert, die Wisgalla nun für die Vuvuzela transponierte. Begleitet wurde er von Ehefrau Karin an der Orgel. Die Sorge, die Gottesdienstbesucher könnten Anstoß nehmen an dem Instrument, das eigentlich auf den Stadiontribünen zu Hause ist, erwies sich als unbegründet: Die Gläubigen waren begeistert, als das Ehepaar zum Kirchenauszug musizierte.